Storchencam

­

Schnappschuss  

Wegen Futtermangel leider kein guter Rutsch ins neue Jahr 2017 für die Höchstadter Störche

Nochmals vielen Dank für die vielen Mail's, Anrufe und die angebotene Unterstützung. Leider konnten wir die Mail's noch nicht alle beantworten, wir bitten diesbezüglich um Entschuldigung.

Da offensichtlich kein Handlungsbedarf seitens der Behörden besteht und Verluste von Winterstörchen bei anhaltenden Notzeiten offensichtlich in Kauf genommen werden, haben wir uns in Anbetracht der angekündigten längeren Frostperiode entschlossen eine Notfütterung für die ca. 20 Weißstörche, die wir in der 2. Kalenderwoche 2017 gezählt haben, durchzuführen.

Dazu müssen wir nun teures Ersatzfutter beschaffen und zusätzlich auch entsprechende Lagerkapazität (Gefriertruhen) einkaufen. Behördliche Unterstützung ist sicher nicht zu erwarten.
Für alle unsere Futterstellen kommen somit täglich 50 € bis 60 € alleine für das Ersatzfutter und zusätzliche Kosten für die 2 bis 3 benötigten Gefriertruhen von ca. 500 € pro Truhe zusammen.

Diese hohen Kosten können wir nicht mehr privat schultern und bitten daher um entsprechende Spenden auf unser Konto:

Natur- & Umwelthilfe e.V.

Konto-Nr. 14000168
Bankleitzahl 76350000 (Sparkasse Erlangen)
IBAN: DE45 7635 0000 0014 0001 68
BIC: BYLADEM1ERH

Verwendungszweck: SPENDE STORCH HOECHSTADT WINTERFÜTTERUNG

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Für die sehr zahlreichen Mail's und die vielseitig angebotene Hilfe bezüglich dem nachfolgend geschilderten Problem möchten wir uns recht herzlich bedanken. Wegen der großen Anzahl der eingegangenen Mail's können wir leider nicht alle einzeln und persönlich beantworten. Wir werden auf unserer Webseite über die weitere Entwicklung bezüglich der Problematik Winterfütterung berichten.

Hilfreich wären Informationen darüber, wo in Deutschland Störche in Notzeiten (Winter) gefüttert werden, wieviel Störche werden an den einzelnen Futterstellen gefüttert, seit wann wird gefüttert, wer füttert die Störche (Ehrenamtliche oder die verantwortlichen Behörden), mit welchem Futter wird gefüttert und welche Auflagen wurden von den jeweils zuständigen Veterinärämtern bezüglich den Fütterungen gemacht.

Informationen bitte an info@storchennest-hoechstadt.de

Mit diesen Informationen könnten wir auch dem Veteriäramt Erlangen-Höchsatdt den in der BRD praktizierten Ermessensspielraum bezüglich der Anwendung der EU-Aquakulturrichtlinie VO (EG) Nr. 1069/2009 und V (EG) Nr. 142/2011 aufzeigen.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Durch ehrenamtlichen Einsatz wurden im Raum Höchstadt a. d. Aisch seit dem Jahr 1979 in Notzeiten jährlich bis zu 15 überwinternde Störche mit tagesfrischen Schlachtabfällen von Fischen aus Fischküchen und fischverarbeitenden Betrieben versorgt und so vor dem Verhungern bewahrt. Dem Landratsamt Erlangen-Höchstadt war diese Fütterungsmethode in Notzeiten seit über 30 Jahren bekannt.

Im Jahr 2016 hat nun das Veterinäramt Erlangen-Höchstadt das „Ausbringen von Schlachtabfällen von Fischen zur Storchenfütterung“ aus Gründen der Seuchenprävention zum Schutz der Teichwirtschaft verboten und beruft sich auf die Umsetzung der EU-Aquakulturrichtlinie.

Sollte keine Rücknahme des Verbotes bezüglich dem „Ausbringen von Schlachtabfällen von Fischen zur Storchenfütterung“ erfolgen sehen wir uns Ehrenamtliche mangels praktikabler und finanzierbarer Alternativen nicht mehr in der Lage unsere Störche in Notzeiten vor dem Hungertod zu bewahren. Wir geben daher die diesbezüglich ehrenamtlich übernommene Verantwortung zurück und legen sie in die Hände der verantwortlichen Behörden.

Ob unsere Höchstadter Störche den Winter 2016/2017 mit dem derzeitigen Dauerfrost überleben werden und wir noch über die Brutsaison 2017 auf http://www.storchennest-hoechstadt.de berichten können, liegt nun in den Händen der verantwortlichen Behörden.

Wir werden über die weitere Entwicklung und sicher auch über jeden verhungerten Storch berichten.