Wir werden Frieda und Gereome, die beiden Brutstörche auf dem Alten Rathaus in Höchstadt, in der Brutsaison 2026 begleiten.
Frieda ist 20 Jahre alt und stammt aus dem Naturschutzgebiet Bingenheimer Ried in der hessischen Wetterau, wo sie mit einem schwarzen Elsa-Ring mit der Kennzeichnung DEW 4X120 von Richard Mohr oberhalb dem rechten Intertarsalgelenk beringt wurde.
Ihr Brutpartner Gerome ist 28 Jahre alt und wurde 1998 in Vias (Südfrankreich) beringt. Er trägt einen Aluring mit der Kennzeichnung P2420 am rechten Bein oberhalb den Zehen. Während der Brutsaison 2023 hatte sich Gerome eine Hüftgelenkluxation zugezogen. Trotz dieser Behinderung hatte Gerome in den Jahren 2023, 2024 und 2025 erfolgreich seine Brut zusammen mit Frieda aufziehen und zum ausfliegen bringen können.
Gerome brütetete schon seit 2005 zusammen mit seiner ehemaligen Partnerin Anna auf dem Alten Rathaus in Höchstadt, bis zu deren Tod im Jahr 2021. Seit der Brutsaison 2022 hat Frieda Annas Platz eingenommen.
Beide Störche nehmen nicht mehr am Vogelzug teil und bleiben ganzjährig in Höchstadt.
Hinweis: Bewegt man die Maus über das Kamerabild, kann man am unteren Bildrand einige Einstellungen verändern. Man kann in die
Vollbild-Ansicht umschalten, sowie den Ton ein und ausschalten und die Lautstärke einstellen. Weiterhin kann man die Wetterinformationen, die im oberen Bildbereich eingeblendet werden, ausschalten.
Kamera 1 zeigt den Storchenhorst auf dem Alten Rathaus bzw. Heimatmuseum. Die Kamera blickt auf den Marktplatz mit Marktbrunnen und Rathaus. Am linken Bildrand befindet sich die Kreissparkasse.
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Kamera 2 zeigt den Blick vom Storchenhorst auf dem Alten Rathaus in Richtung
Osten.
Links im Bild ist St. Georg und rechts der Stadtturm zu sehen. Zwischen den
beiden historischen Bauwerken befinden sich 9 der im Jahr 2025 besetzten 41 Höchstadter Storchenhorste in der Altstadt.
Die 5 dieser 9 Storchenhorste sind im nachfolgenden Bild mit senkrechten Pfeilen
markiert.
Spendenkonto für unsere Störche:
Natur-
und Umwelthilfe e.V.
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425 197 803
Bankleitzahl:
76350000 (Sparkasse Erlangen)
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DE78 7635 0000 0425 1978 03
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Verwendungszweck: SPENDE FÜR STÖRCHE IN HOECHSTADT UND UMGEBUNG
oder auf das PayPal-Konto: spende-storch-hoechstadt@nuh-franken.de
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Auf Wunsch schicken wir Ihnen gerne eine Spendenquittung zu. Bitte teilen Sie uns hierfür Ihre vollständige Adresse und auch Ihre E-Mailadresse mit.
Hinweis:
Für alle Erhebungszeiträume gilt, dass der Abzug der Spende als Sonderausgabe
nur erfolgen kann, wenn eine Zuwendungsbestätigung (Spendenbescheinigung)
durch den Begünstigten ausgestellt wurde. Hierfür muss der Zuwendungsempfänger
einen amtlichen Vordruck verwenden.
Beträgt die Spende nicht mehr als 200,-
Euro
ist jedoch auch der Zahlungs- oder Buchungsbeleg ausreichend (vereinfachter
Spendennachweis).
Quelle: Steuertipps der Akademischen Arbeitsgemeinschaft
Mannheim
08.01.2026
Der Winter 2025/2026 hat sich gemeldet
Seit der letzten Dezemberwoche 2025 hatten wir kontinuierlichen Dauerfrost mit nächtlichen Temperaturen von bis zu -12 °C. Auch die Wasserflächen unserer Weiher (Teiche) haben schon eine tragfähige Eisschicht gebildet, die gerne zum Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen genutzt werden.
Der Zugang zum Futter wird durch die winterlichen Verhältnisse auch unseren Störchen in Höchstadt und Umgebung stark erschwert, sie müssen daher von ihren Reserven zehren. Hier und da erwischen die Störche noch Mäuse, die sich aus ihren unterirdischen Behausungen trauen. In schlechten Mäusejahren reicht diese Futterquelle jedoch nicht aus, um den Winter unbeschadet zu überstehen. Zudem sind Mäuse bei höheren Schneelagen für die Störche nicht mehr erreichbar.
Störche können zwar eine gewisse „Durststrecke“ bei diesen winterlichen Bedingungen durchstehen, hält die Notsituation jedoch länger an, schwinden die Energiereserven zunehmend und der Hungertod kommt immer näher.
Gesunde und ausreichend große Populationen verkraften sicher auch winterliche Verluste. Kommt es zu zusätzlichen Verlusten z.B. durch das Aviäre-Influenza-Virus H5N1 (Vogelgrippe), welches insbesondere geschwächten Vögeln zum Verhängnis wird, können lokale Bestände stark zusammenbrechen oder gar erlöschen.
Seit Oktober 2025 ist auch der Futterbedarf an unseren Singvogelfütterungen kontinuierlich auf ca. 30 % des Vorjahresbedarfs geschrumpft. Die Anzahl der Futtergäste hat sich stark verringert. Blaumeisen, Kohlmeisen und Haussperling kann man noch häufig beobachten, Buchfink, Bergfink, Grünling und Kleiber sehen wir in diesem Winter ganz selten an unseren Singvogelfütterungen. Den Feldsperling, im letzten Winter noch ein häufiger Gast, konnten wir im aktuellen Winter nicht mehr beobachten. Den Buntspecht war im letzten Frühjahr noch regelmäßig an den Erdnüssen der Singvogelfütterung zu sehen, jetzt lässt er sich nicht mehr blicken. Auch die Zahl der Rotkehlchen ist stark zurückgegangen.
Im Spätherbst 2025 sind in Deutschland tausende Kraniche durch die Vogelgrippe zu Tode gekommen. Auch hunderte von Weißstörchen sind dem Virus in Spanien erlegen, darunter auch Zugstörche aus Deutschland. Wie hoch die Rückkehrerquote aus den südlichen Überwinterungsquartieren im Frühjahr 2026 sein wird müssen wir abwarten.
Die lokalen Weißstorchbestände haben sich in den letzten 50 Jahren gut entwickelt. In Höchstadt gab es vor 50 Jahren nur ein Weißstorchbrutpaar, im letzten Jahr 2025 waren es 41 Brutpaare. Der Lebensraum hat sich in den letzten 50 Jahren sicher nicht verbessert. Meist wurden kleinflächige Strukturen in großflächige umgewandelt und damit der Lebensraum und die Lebensgrundlage für viele Arten verschlechtert. Erkennbar ist dies am großen Artensterben auch bei uns. Zahlreiche Insekten und Vogelarten sind schon verschwunden und es folgen weitere. Noch können Graureiher, Silberreiher, Weißstörche und Gänse ihre Jungen aufziehen.
Offensichtlich schein die Reduzierung der Mortalität einen positiven Einfluss auf die Bestandsentwicklung zu haben, zumindest beim Weißstorch.
Haben wir schon eine sich selbst erhaltende Weißstorchpopulationsdichte erreicht? Können wir unsere Maßnahmen zur Minimierung von vermeidbaren Verlusten beim Weißstorch einstellen? Wie wirken sich multiresistente Bakterien oder Pilze und wie Virusepedemien auf die Populationsdichte aus? Wir wissen es nicht. Daher versuchen wir, wie auch schon in den letzten 45 Jahren, auch in diesem Jahr die vermeidbaren Verluste bei unseren Weißstörchen zur Erhaltung der lokalen Population zu minimieren.
Wir haben daher unsere Weißstorchfütterung in Notzeiten am 28.12.2025 begonnen und füttern seitdem täglich ca. 20 kg artgerechtes Futter, welches von unseren ca. 100 Störchen aus dem Raum Höchstadt und Umgebung sehr gut angenommen wird, wodurch ihre Energiereserven geschont und sie vor einem möglichen Hungertod bewahrt werden.
Nachdem das Eis auf den Weihern wieder getaut ist und sie eisfrei sind, werden wir unsere Notfütterung einstellen.
Wer sich an unseren Fütterungen einfindet und wie es dort zur Sache geht können unsere Webseitenbesucher auf nachfolgenden Bildern und auf einem Video sehen.
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https://youtu.be/Ye-T7ug3hAY